Unsere Amerika Reise hat bei Las Vegas in dem Red Rock NP begonnen. Die verschiedenen rot Töne die dieses Sandstein Gebirge zeigt, sind faszinierend. In den Red Rocks ist vorallem Sportklettern und wenig Rissklettern angesagt. Doch auch viele Mehrseillängenrouten sind dort reichlich vorhanden. Nach einigen Sportkletterrouten haben wir die 9 SL Routen „Levitation 29 5.11d“ geklettert. Eine schöne, logische Linie. Etwas wild weil schon der Zustieg durch das Bachbett nicht ganz einfach ist.

Nach 5 Tagen sind wir weiter nach Indian Creek bei Moab in Utah gefahren. Dort gibt es unzählige Routen die nur „Clean“ kletterbar sind. Auf dem wunderschönen Camping „Brigder Jack“ haben wir es uns richtig gemütlich eingerichtet. Mit selbst gebautem Steintisch und Feuerstelle, sassen wir jeden Abend gemütlich wohl oder wollen vor dem Feuer. Durch den Tag war die Sonne schön warm aber in der Nacht fallen die Temperaturen immer unter Null. Wir befanden uns eben in der Wüste, wo die Temperaturen nicht extremer sein könnten. Dieser Sandstein, schabte an unseren Finger, Hosen und Kletterschuhen so das wir schon Bald einmal alles mit Tape flicken mussten und unserer Haut Ruhe gönnen mussten. Ausflüge nach Moab oder in den Canyon Land NP machten diese Ruhetage zu Genuss Tagen.

Nach zwei Wochen in Indian Creek, sind wir weiter, wieder etwas nach Süd-Osten, in den Zion NP. Da gibt es eine Menge von Mehrseillängen Routen bis zu den abenteuerlichen Big Walls. Die Landschaft ist bezaubernd. Wasserfälle, grüne Bäume und blühende Blumen zieren den Frühling da.

Wir haben uns direkt in das Mehrseillängen klettern gestürzt und die Routen „Monkeyfinger 5.12b“ und „ The Silverback 5.12d“ geklettert. […]

Im Zion NP Park angekommen, verliessen wir ihn mit schwerem Herzen nach einer Woche schon wieder. Nach dem wir erfolgreich die Routen „Monkyfinger“, „Silverback“ und „Space Shot“ klettern konnten, kam doch noch der Schnee. Nach einem Monat, umgeben mit roten Sandsteinfelsen, Türmen, Schluchten, und wunderbar blühenden Wüstenblumen, wechseln wir die Umgebung von Sandstein auf Granit.

Eine zwei Tages Reise durch Wüste und hohen Hügeln bis zu Letzt nach Californien in den Joshua Trees NP. Unterwegs machten wir einen kurzen Stop im Grand Canyon NP und liessen uns im sympathischen Städtchen Flagstaff verwöhnen.

„California Spring Break“ das bedeutet das man ziemlich viel Glück braucht um einen Camping Platz zu bekommen im beliebten Joshua Tree NP. Wir besassen das doppelte Glück und konnten es uns für die nächsten fünf Tagen gemütlich einrichten zwischen diesen kuriosen runden Granit Blöcke.

Nach einer Umstellung von sehr weichem Sandstein zu sehr hartem, körnigem Granit fanden wir uns sehr schnell zurecht. Von Rumgehänge in „Equinox 5.12c“ bis zu onsight Klettern der Joshua Tree Klassiker wie „Wangerbanger 5.11c“ hatten wir unseren Spass.

Nun geht es wieder Richtung Norden ins Yosemite Vally. Der Frühling ist auch dort angekommen.

[…]  Drei Wochen sind wir im bekannten Yosemite Vally geblieben. Vom Klettergarten, Mehrseillängen bis zum Big Wall klettern haben wir alles gemacht.

Unser grösstes Projekt war die Salathé/Freerider Wall am El Capitan. Wir sind alles mehrheitlich frei geklettert. Eine Nacht in der Wand auf dem El Cap Spire und eine Nacht auf dem Gipfel des El Capitan waren die spektakulärsten und schönsten Nächten gewesen. Einen wunderschönen Sonnenuntergang und einen hervorragenden Sonnenaufgang haben wir mit erlebt.

Im April ist es eher noch ruhig in den Wänden und auch auf dem legendären Camping „Camp 4“. Der Frühling ist aber wunderschön. Überall fliesen Wasserfälle ins Tal und die Luft ist frisch. An der Sonne zu klettern ist richtig angenehm.

Jetzt verliessen wir das Yosemite im Schnee und geniessen die letzten zwei Tagen an der traumhaften Küste von Big Sur.

(Vera Reist/ kletterlehrerin.ch)

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