Es ist bald eine Woche vorbei, als ich mit anderen 23 guten Freunden die Ausbildung als Bergführer erfolgreich abschließen durfte. Eine riesige Freude! Es waren drei intensive Jahre, mit immer etwas Spannung und Leistungsdruck, nicht destotrotz ein fantastisches und unvergessliches Erlebnis! Die Ausbildung war in drei Jahre aufgeteilt, im ersten Jahr wird man Aspirant, was wiederum erlaubt im zweiten Jahr Berufserfahrung mit Gästen zu sammeln (30 Touren unter Aufsicht eines patentierten Bergführers sind Pflicht). Im letzten Jahr hat man noch zwei große Module und die gesamte Erfahrung am Berg und im Umgang mit den Gästen wird nochmals geprüft. Dazu, rückblickend, noch einige Details:

2013:

  • Jan-Februar: Skitechnik und Lawinen (9 Tage) in Grindelwald anschließend Eisklettern (2,5 Tage) und Medizin/Rettung (2,5Tage) in Kandersteg. Es ist ein richtiger Sprung ins kalte Wasser den man unbedingt verdauen muss! Die Erfolgschancen liegen (leider) knapp über 50%.
  • April-Mai: Skihochtouren (Winter I), Fakten: 16 Tage ununterbrochen auf den Ski, 3 Klassenlehrer, 2 Erfahrungsnoten. Wir waren im Gebiet Steingletscher – Voralp und Wendenstöcke (Teil I) und anschließend über der Trifthütte in Richtung Berner Alpen gefahren (bis Lauteraar und Gaulihütte). Im Nachhinein eine fantastische Zeit.
  • Juni: Sportklettern sowohl Material und Sturz Mechanik (8 Tage)
  • August: Hochtouren (Sommer I), ähnlich wie im Winter waren wir 17 Tage am Stück unterwegs. Dazu kommen auch zwei harte Prüfungstage im Fels und Eis die man unbedingt mit einer genügenden Note meistern muss, sonst muss man leider ein ganzes Jahr warten. Unsere Klasse war zwischen Engelhörner / Wendenstocke (Excalibur) und Gälmerhörner unterwegs. Anschliessend für den Hochtourenteil im Gebiet Blüemlisalp und Lötschenpass unterwegs, es gab geringe technische Schwierigkeiten” aber “grossen Einsatz für unsere zukünftigen Gäste zu zeigen (“Gäste Service”)

2014: Erfahrung wird direkt mit den Gästen gesammelt. Für die Unterstützung geht sicher an die Bergsportschule Berg und Tal, Hohenfieber, GrindelwaldSport, EngelbergMountainGuide und AndermattGuide ein grosses Dankeschön! Sowohl auch an den Bergführer Stephan Tuni, Peter Brunner, …(und viele andere). Zusätzlich waren noch 3 Module im Bereich Natur und Umwelt (“Blüemlimodul”), Betriebsführung und Recht und Kommunikation zu absolvieren (insgesamt 9 Tage).

2015:

  • Mai: Winter II (11 Tage), endlich geht es weiter! Das Modul findet in den Berner Alpen statt, wo zurzeit die besten Verhältnisse herrschen. In der ersten Woche nimmt zudem jede Klasse noch zwei Gäste mit. Dankeschön Lorenzo und Ignazio. Woche1: Mönch, Hinter Fischerhorn, Gross Fischerhorn, Jungfrau, Kranzberg, Mittaghorn

Woche2: Nollen, Klein Grühnhorn, Gross Grühnhorn, Grühnegghorn, Nasse Stralegg, Gross Diamantstock.

  • September: Sommer II (16 Tagen)…einen separaten Bericht folgt.

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